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  • RESTAURANT “ETA BETA” – BOLOGNA

    Interview mit Joan Crous Ramio

6 April 2020

Der spanische Künstler Joan Crous wächst in Katalonien auf und geht später nach Italien, wo er seit nunmehr 26 Jahren arbeitet, als seine Familie die immer größer und strukturierter werdende Sozialgenossenschaft Eta Beta gründet.

Heutzutage zählt sie 30 Mitarbeiter, von denen 80% wieder in die Gesellschaft eingegliederte Menschen sind. Sie stehen im Zentrum der Arbeit von Joan und seiner Frau, der Psychologin Giovanna Bubbico, die sich um die Sozialaspekte kümmert.

“Wir sind eine gemeinnützige Genossenschaft des gemischten Typs A und B, die 1992 als Verband zwischen Künstlern zur Erforschung und Prüfung von Materialien – mit besonderem Fokus auf dem Sozialbereich – entstanden ist”, erklärt er.

 

Eta Beta verfolgt eine vielfältige Mission: Einerseits wird daran gearbeitet, den Menschen ein neues Leben zu schenken, andererseits gibt es eine kontinuierliche Forschung im Lebensmittel- und Weinsektor. Das spiegelt sich in den Produkten wider, die in der faszinierenden Bar im einstigen Stall serviert werden, der sich die ursprüngliche Architektur mit Gewölbedecken, Säulen und Trögen bewahrt hat, und auch im Restaurant. Dort werden Schulungen, sowie “4-händige” Dinner mit Sterneköchen verschiedener Nationalitäten veranstaltet. Außerdem finden dort interessante Begegnungen statt, die das Thema Ernährung auf therapeutische und emotionale Weise behandeln.

 

“Unsere Küche ist eine natürliche” – erklärt er uns. “Wir sprechen gerne von klösterlichen Kilometern, weil das, was serviert wird, von unserem Anwesen kommt, das wir wegen seines spirituellen Wesens auch gerne als Kloster bezeichnen.” Innerhalb der Mauern der gemeinnützigen Organisation finden wir Gärten, wo das Gemüse und Getreide wächst, das direkt auf den Tisch kommt. Vor Ort findet auch die Umwandlung einiger Rohstoffe statt, die zu köstlichen Marmeladen, Cremes und Essenzen verarbeitet werden.

Joan erklärt uns, dass hier auch an der Herstellung und Kaltextraktion von Ölen gearbeitet wird, die für die Herstellung von Duftwässern verwendet werden.

“Wir entwickeln eine der aktuellsten Innovationen im Bereich der gehobenen Gastronomie, der Erstellung einer Wasserkarte. Es war essenziell, ein Unternehmen zu finden, das uns eine optimale Basis für dieses Projekt liefert, sowohl im Hinblick auf den Geschmack als auch bezüglich der vermittelten Werte.”

 

So ist die Ethik, die Acqua Alma vorantreibt, dieselbe, die hinter der Genossenschaft von Joan steckt, der die durch den Transport verursachte Umweltverschmutzung reduzieren will. Eine Logik, die auch mit dem Einsatz von lokalen Rohstoffen verbunden ist.

Sein künstlerisches Auge bringt ihn außerdem dazu, die Ästhetik der von der Marke zur Verfügung gestellten Glasflaschen neu zu erfinden, die eine elegante Satinierung aufweisen.

 

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Eta Beta viele Geschichten in sich birgt und innerhalb dieses Raums von den Ereignissen erzählt, die das Unternehmen hervorgebracht haben und wachsen ließen. Von der Einrichtung, die mit den Ressourcen der Genossenschaft hergestellt wurde, bis hin zu den Menschen, die dort wohnen.

 

Ein wundervolles Beispiel für Nachhaltigkeit.